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Spielregeln Perlaggen

Die Regeln 1 bis 7 betreffen die Grundlagen des Spiels

Die verlinkten Fußnoten sind integrierter Bestandteil der Regeln!
Fußnoten in kursiver Schrift oder in Grau sind Erklärungen, Hinweise zur Taktik oder Geschichte, Beispiele.

Diese Zeichen *) im Text führen, wenn angeklickt, zu den entsprechenden Fußnoten, welche integrierte Bestandteile der Regeln sind, oder, falls sie in Kursiv geschrieben sind, Hinweise zur Taktik oder zur Geschichte des Spieles liefern.

Regel 1 Spielteilnehmer und Verantwortlichkeit:

Inhalt: Spielteilnehmer und Sitzordnung; Verhaltensregeln; Etikette für Spieler und Kiebitze; Turnier, Spieltempo; der Hausbrauch

1.1. Spieler, Partner, Parteien >

Diese Regeln und Anleitungen gelten für das Perlaggspiel für vier Spieler, die jeweils zwei gegen zwei als Partner zusammenspielen. Die beiden Spielergruppen werden gleichbedeutend als Partei oder Team oder Spielerpaar benannt. Sie sitzen einander kreuzweise gegenüber.


1.2 Verantwortlichkeit; – im Spiel und bei Strafen >

Jeder Spieler handelt immer im Namen und Auftrag seines Teams. Falls ein Spieler eine Entscheidung ausspricht (z.B. „bietet“, „hebt“ (hält) oder „schenkt“), kann der Partner nicht mehr widerrufen. Jeder handelt immer im Namen der Partei.

1.21 Eine Frage an den Spielpartner darf nicht als Entscheidung gewertet werden und muss daher klar als Frage formuliert sein.

1.22 Die Punkte, die ein Spieler gewinnt, gewinnt er für die Partei. Eine Strafe, die sich ein Spieler zuzieht, gilt für die Partei


1.3 Verhaltenskodex >

Von allen Spielern erwartetes Verhalten:

1.31 Die übliche Anrede unter Perlaggern ist nach Tiroler Art per DU. Höflichkeitsformen, (Siezen und Ihrzen) sind nicht verboten.

1.32 Im Verlaufe des Spielens haben einen wichtigen Anteil das Bluffen und Täuschen. Trotzdem wird von jedem erwartet, innerhalb dieser Regeln fair zu spielen.

1.33 Einige Grundsätze zur Fairness  *). Die Wettspielleitung soll nur bei Regelunsicherheit beider Parteien zugezogen werden.

1.34 Siegeswille, um das bestmögliche Spielergebnis zu erzielen, wird vorausgesetzt. *)


1.4 Kiebitz >

Ein Zuseher beim Kartenspiel. *)
1.41 Zur Klärung eines Sachverhaltes darf ein Kiebitz nur dann befragt werden, wenn es von beiden Parteien gewünscht wird.
1.42 Jeder Kiebitz kann ohne Anlass und ohne Angabe einer Begründung von seinem Standort weggeschickt werden.


1.5 Turnier >

Regelvorschriften und Spielformen in Turnieren werden in der Wettspielordnung von der Spielleitung festgelegt und verlautbart.
1.51 Das Turnier heißt althergebracht Preisperlaggen oder Perlaggerball. *)
1.52 Spieltempo:
Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel sind ein Verstoß gegen die Fairness. Im Turnier können dafür von der Wettspielleitung Sanktionen angedroht werden. *)


1.6. „Hausbrauch“ >

In privaten Runden gilt der „Hausbrauch“. *)
1.62 In privaten Runden ist es demnach freigestellt, bei strafwürdigen Vergehen Gnade und Nachsicht zu üben, von Strafe abzusehen, stattdessen zu belehren und zu verwarnen. Aber das Spielen nach den Regeln darf nie als unfair verurteilt werden. *)
1.63 Der „Hausbrauch“ kann vor Beginn jeder Partie einvernehmlich abgeändert werden.


Regel 2 Spielmaterial:

Inhalt: die Spielkarten; Farben, Trumpf, Stichrunde, Durchgang, Partie;

2.1 Spielkarten

Farbe: Gespielt wird mit 33 Karten mit deutschen Farbzeichen: Eichel, Laub, Schell und Herz. *)
2.11 In jeder Farbe gelten die acht Karten in gewohnter Rangreihenfolge *) (Abb.):
Als 33. Karte kommt der „WELI“ dazu, der immer der zweitstärkste „Perlågg“ ist.
2.12 In Nordtirol spielt man mit den „Doppeldeutschen“ (Wilhelm Tell Blatt). *)
2.121 In Südtirol ist unverändert das einfachdeutsche Kartendeck in Verwendung, genannt „Salzburger Blatt“. Bilder
2.13 Das Perlaggen mit französischen Farbzeichen ist nicht üblich, aber möglich. *)
2.14 Jeder Spielteilnehmer erhält vom Geber 5 Karten, zuerst immer zwei, dann drei.


2.2 Trumpf:

Die Farben sind gleichwertig, aber in jedem Durchgang schlägt der Geber nach dem Verteilen der Spielkarten die 21. Karte offen auf. Diese Farbe ist in diesem Durchgang Trumpf.
Ein Trumpf sticht jede Karte der anderen drei Farben. Trümpfe stechen einander in der angegebenen Rangreihenfolge.


2.3 Ein Stich ist die kleinste Spieleinheit.

2.31 Der Spielteilnehmer links des Gebers legt die erste Karte aus, nicht in die Tischmitte, sondern direkt vor sich. Die Farbe dieser Karte bestimmt die Spielfarbe für diesen Stich. Dann legt im Uhrzeigersinn der nächste Spieler, ebenfalls vor sich hin.
2.312 Wenn alle vier Spieler ihre Karte ausgespielt haben, aber nicht vorher, gewinnt in die höchste Karte den Stich. Diese ist entweder der höchste Trumpf, sonst die höchste Karte der ausgespielten Spielfarbe (Farbstich).
2.313 Stiche werden nicht eingezogen, sondern die Karten bleiben liegen, wo sie sind.
2.314 Die „stichhabende“ Karte wird erkennbar gemacht, indem sie leicht nach vorne geschoben wird. Abbildung >
2.315 Wer den Stich gewinnt, spielt zur nächsten Stichrunde aus, indem er die nächste Karte rechts neben die vorhergehende legt. *)


2.3 Ein Stich ist die kleinste Spieleinheit. „mit Bild und Fußnote“

2.31 Der Spielteilnehmer links des Gebers legt die erste Karte aus, nicht in die Tischmitte, sondern direkt vor sich. Die Farbe dieser Karte bestimmt die Spielfarbe für diesen Stich. Dann legt im Uhrzeigersinn der nächste Spieler, ebenfalls vor sich hin.
2.312 Wenn alle vier Spieler ihre Karte ausgespielt haben, aber nicht vorher, gewinnt in die höchste Karte den Stich. Diese ist entweder der höchste Trumpf, sonst die höchste Karte der ausgespielten Spielfarbe (Farbstich).
2.313 Stiche werden nicht eingezogen, sondern die Karten bleiben liegen, wo sie sind.
2.314 Die „stichhabende“ Karte wird erkennbar gemacht, indem sie leicht nach vorne geschoben wird.

stichhabende Karte

2.315 Wer den Stich gewinnt, spielt zur nächsten Stichrunde aus, indem er die nächste Karte rechts neben die vorhergehende legt. *)

TIPP taktisch anzeigen >

Merkhilfe: von links nach rechts, wie man schreibt. Videobeispiel >

INFOS historisch anzeigen >


Regel 3
Die drei Spielelemente, genannt „Figuren“:

Inhalt: die drei Spielelemente: 1. Gleich, 2. Hånger, 3. das „Spiel“; Figur „steht“; Figur natur; Spielziel; Spieleinsätze

1.1. Spieler, Partner, Parteien >

Diese Regeln und Anleitungen gelten für das Perlaggspiel für vier Spieler, die jeweils zwei gegen zwei als Partner zusammenspielen. Die beiden Spielergruppen werden gleichbedeutend als Partei oder Team oder Spielerpaar benannt. Sie sitzen einander kreuzweise gegenüber.


1.2 Verantwortlichkeit; – im Spiel und bei Strafen >

Jeder Spieler handelt immer im Namen und Auftrag seines Teams. Falls ein Spieler eine Entscheidung ausspricht (z.B. „bietet“, „hebt“ (hält) oder „schenkt“), kann der Partner nicht mehr widerrufen. Jeder handelt immer im Namen der Partei.

1.21 Eine Frage an den Spielpartner darf nicht als Entscheidung gewertet werden und muss daher klar als Frage formuliert sein.

1.22 Die Punkte, die ein Spieler gewinnt, gewinnt er für die Partei. Eine Strafe, die sich ein Spieler zuzieht, gilt für die Partei


1.3 Verhaltenskodex >

Von allen Spielern erwartetes Verhalten:

1.31 Die übliche Anrede unter Perlaggern ist nach Tiroler Art per DU. Höflichkeitsformen, (Siezen und Ihrzen) sind nicht verboten.

1.32 Im Verlaufe des Spielens haben einen wichtigen Anteil das Bluffen und Täuschen. Trotzdem wird von jedem erwartet, innerhalb dieser Regeln fair zu spielen.

1.33 Einige Grundsätze zur Fairness  *). Die Wettspielleitung soll nur bei Regelunsicherheit beider Parteien zugezogen werden.

1.34 Siegeswille, um das bestmögliche Spielergebnis zu erzielen, wird vorausgesetzt. *)


1.4 Kiebitz >

Ein Zuseher beim Kartenspiel. *)
1.41 Zur Klärung eines Sachverhaltes darf ein Kiebitz nur dann befragt werden, wenn es von beiden Parteien gewünscht wird.
1.42 Jeder Kiebitz kann ohne Anlass und ohne Angabe einer Begründung von seinem Standort weggeschickt werden.


1.5 Turnier >

Regelvorschriften und Spielformen in Turnieren werden in der Wettspielordnung von der Spielleitung festgelegt und verlautbart.
1.51 Das Turnier heißt althergebracht Preisperlaggen oder Perlaggerball. *)
1.52 Spieltempo:
Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel sind ein Verstoß gegen die Fairness. Im Turnier können dafür von der Wettspielleitung Sanktionen angedroht werden. *)


1.6. „Hausbrauch“ >

In privaten Runden gilt der „Hausbrauch“. *)
1.62 In privaten Runden ist es demnach freigestellt, bei strafwürdigen Vergehen Gnade und Nachsicht zu üben, von Strafe abzusehen, stattdessen zu belehren und zu verwarnen. Aber das Spielen nach den Regeln darf nie als unfair verurteilt werden. *)
1.63 Der „Hausbrauch“ kann vor Beginn jeder Partie einvernehmlich abgeändert werden.